Konsum in „Goldener Woche“: Neue Ferientrends

08-10-2018 15:44:59

In den gerade vorbeigegangenen Ferien des chinesischen Nationalfeiertags haben die Chinesen auf verschiedene Art und Weise ihre Freizeit verbracht. Das spiegelt sich auch darin wider, wie die Chinesen ihr Geld ausgeben.  


Während der Ferien hat der in Beijing wohnende Herr Lü Städte am Unterlauf des Yangtse-Flusses bereist. Der sonst sehr beschäftigte Mann wollte die Freizeit mit seiner Familie in dieser Region verbringen:

„In diesen Ferien habe ich mich für eine Reise in die Provinz Jiangsu, Zhejiang und in die Stadt Shanghai entschieden, um die Landschaft und die Kultur in den Gebieten südlich des Unterlaufs des Jangtse Flusses zu erleben. Ich bin sonst sehr beschäftigt, deshalb sind diese Ferien für mich sehr wertvoll. Mit Hilfe des Internets haben wir einen Reiseplan entworfen und wir sind mit einem Hochgeschwindigkeitszug hierher gefahren. Die Fahrt war sehr bequem und hat nur vier bis fünf Stunden gedauert. Es war gar nicht anstrengend. In Shanghai haben wir die Bund-Uferpromenade gesehen, in Hangzhou den Westsee bewundert und wir sind auch in die kleine Stadt Wuzhen gereist. Da haben wir viel Spaß gehabt.“


In den vergangenen Ferien haben junge Verbraucher wie Herr Lü am meisten zum Wachstum des Konsums beigetragen. Offiziellen Statistiken zufolge ist die Zahl der Aufträge für Reisen, Flüge und Hotels für die Nationalfeiertagsferien - die sogenannte „Goldene Woche - im Vergleich zur vorjährigen Woche um 200 Prozent gestiegen. Die Aufträge für Individualreisen haben sich verdoppelt. Die Auftragszahl für hochqualitative Hotels hat inzwischen sogar um das Vierfache zugenommen. All das ist ein Zeichen des Upgrades des Verbrauchskonzepts der Chinesen.


Das Verbrauchsupgrade zeigt sich auch im hohen Bedarf an spirituellen Angeboten. Sowohl öffentliche kulturelle Plätze wie Museen, Kunstgalerien und Bibliotheken als auch Unterhaltungseinrichtungen wie Kinos und Theater haben an Popularität gewonnen. In der Stadt Zhangzhou in der Provinz Fujian in Südchina haben viele Eltern ihre Ferien mit den Kindern in Buchhandlungen und Bibliotheken verbracht:  

„Das ist gut für die Entwicklung seines Interesses am Lesen.“


Während der Ferien boomte der Aufführungsmarkt auch. Das weltberühmte Musikdrama Cats, das gerade auf Tournee in China ist, hat die Aufmerksamkeit des in Beijing studierenden Chen erregt:

„Das Drama ist im Ausland sehr berühmt. Der Name ist mir schon seit meiner Kindheit sehr bekannt. Aber ich habe es noch nie persönlich auf der Bühne gesehen. Zudem kann man die Geschichte des Dramas nachempfinden. Eine Katze will in der fremden Welt Abenteuer erleben, nach Windungen und Wendungen möchte sie wieder in die Familie zurückkehren. Solch ein Fall ist auch bei jungen Leuten wie uns zu sehen. Deshalb finde ich, dass das Drama sehenswert ist. “


Jüngere Verbraucher wie Chen, die zu der „Post-95-Generation“ gehören, sind in diesen Ferien zu der Gruppe mit der schnellsten Wachstumsrate geworden. Im Jahresvergleich ist ihre Konsummenge um rund 20 Prozent gestiegen.

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