Drei ausschlaggebende Faktoren für erfolgreiche Landung von Chang’e 4 auf Mondrückseite

04-01-2019 16:25:22

Am Donnerstag um 10:26 Uhr landete die chinesische Mondsonde Chang'e 4 erfolgreich auf der Rückseite des Mondes. Durch den Relais-Satelliten Queqiao ist das erste Foto der von der Erde abgewandten Seite des Trabanten übermittelt worden. Chang'e 4s Erfolg stellt die erste weiche Landung einer Sonde auf der Mondrückseite in der Menschheitsgeschichte dar. Es war ebenso die erste Relais-Telekommunikation zwischen der Mondhinterseite und der Erde. Damit wurde ein neues Kapitel der Monderforschung aufgeschlagen.

Den Angaben der beteiligten Behörden zufolge hat Chang'e 4 nach der Landung durch den Relais-Satelliten Queqiao mehrere Aufgaben erfüllt. Dazu gehörte die Entfaltung der Sonnenflügel und Richtantennen. Es wurde ein hocheffizienter Hochgeschwindigkeitstelekommunikationskanal durch die Richtantennen aufgebaut, der eine stabile Kommunikation zwischen der Mondrückseite und der Erde ermöglicht. Der Systems-Chefdesigner der Sonde, Sun Zezhou, teilte mit, dass mittlerweile alle Anlagen normal funktionierten. Es würden demnächst mehrere Aufgaben erfüllt:

„Diese Landung war präzise, zum Beispiel bezüglich des Zeitpunkts und der Position. Die Landung erfolgte auch in einer guten und stabilen Lage. Dies schuf für die folgende Sendung des Rovers gute Voraussetzungen. Zurzeit funktionieren alle Anlagen normal. Sämtliche Arbeitsverfahren laufen unseren Erwartungen entsprechend. Demnächst werden wir einige Anlagen einstellen. Zum Beispiel werden Anlagen, die nach der Landung nicht arbeiten sollen, werden ausgeschaltet. Solche Anlagen, die auf der Mondoberfläche arbeiten sollen, werden eingeschaltet. Unsere Richtantennen werden aktiviert. Die wichtigste Aufgabe ist demnächst die Sendung des Rovers. Der Rover soll von dem Landungsgerät auf die Oberfläche des Monds gesendet werden. Danach werden die beiden Anlagen getrennt ihre jeweiligen Aufgaben erledigen.“

Der Chefdesigner des chinesischen Mondsondierungsprojekts, auch Mitglied der Chinesischen Akademie der Ingenieurwissenschaften, Wu Weiren, teilte mit, bald würden die geographische bzw. geologische Situation und die mineralische Zusammensetzung sowie Oberflächenstruktur der Rückseite des Mondes erforscht:

„Zum ersten Mal ist auf der Mondrückseite eine sichere Landung verwirklicht worden. Damit wird in der Forschung unsere Landefähigkeit überall auf dem Mond stark erhöht. Das heißt: Im Wesentlichen können wir überall hin zum Mond reisen, nicht nur zur Rück- oder Vorderseite, sondern auch zum lunaren Nord- bzw. Südpol. Das ist die ‚umfassende Ankunftsfähigkeit'. Zweitens können wir uns vor Ort tatsächlich über die geographische Beschaffenheit und die geologische Struktur der Landungszone auf der Rückseite des Mondes informieren. Wir können den ersten unterlunaren Schnitt von mehr als 300 Metern zeichnen. Und nicht zuletzt werden wir die dortige mineralische sowie substantielle Zusammensetzung erforschen.“

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